Optimierungen für VMWare Server unter Linux

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Damit eine Installation von VMWare Server unter Linux mit optimaler Leistung läuft, sollten folgende Parameter berücksichtigt und angepasst werden.

Auslagern der VMs in Swapspeicher minimieren

Grundlegend gilt für RAM: Viel hilft viel. Dadurch, dass Linux aber einen Großteil des Speichers als Cache verwendet, kommt man auch mit weniger RAM aus, als die Swap- und Swaprate-Statistiken auf Linuxseite vermuten lassen.

In cat /etc/sysctl.conf ergänzen:

vm.swappiness = 25

Der Parameter Swappiness ist ein Prozentwert, Standard ist 60. Je höher dieser Wert liegt, desto eher wird der Kernel längere Zeit nicht benutzte Speicherbereiche in den Swap auslagern, anstatt den Cachebereich zu verkleinern. Für VMs, die oftmals nur bestimmte Speicherbereiche laufend benutzen, äußert sich das in einer deutlich spürbaren Verzögerung, wenn das Gastsystem plötzlich mal was anderes machen soll, als es die ganze Zeit gemacht hat, weil Speicherseiten aus dem Swapbereich wieder eingelagert werden müssen. Wenn auf dem Hostsystem nur VMs laufen, kann dieser Parameter problemlos auf 0 gesetzt werden.

Zweitens empfiehlt es sich, die Einstellungen des VMWare-Servers wie folgt anzupassen:

  • Host Settings → Memory → Reserved Memory: Entweder auf Maximum einstellen oder (wenn auf dem Hostsystem noch andere Tasks laufen sollen) auf etwas mehr als die Summe der von allen VMs beanspruchten Speichers.
  • Host Settings → Memory → Additional Memory: Einstellen auf Fit all virtual machine memory into reserved Host RAM.

Diese Einstellungen verhindern einmal mehr, dass VMs (teilweise) im Swap landen.

Alternativ kann das Hostsystem gänzlich ohne Swapspeicher betrieben werden. Die Chance, dass der Kernel dann durch unvorhersehbare Speicheranforderungen Prozesse forciert beendet, ist dann allerdings wesentlich höher und daher nicht generell empfehlenswert; vor allem, wenn auf dem Hostsystem noch andere Tasks laufen sollen.

Unnötige I/O-Last auf den physikalischen Platten minimieren

Drittens kann durch folgende Maßnahmen der Durchsatz der virtuellen Festplatten gesteigert werden:

  • Ablegen der Disks auf einem Dateisystem ohne Journalling (ext2), verhindert, dass zusätzliche I/O-Last durch Journaloperationen erzeugt wird.
  • Erzeugen/konvertieren der virtuellen Festplatten in preallocated. Zusätzliche I/O-Last durch dynamisches Vergrößern der Disks im laufenden Betrieb wird dadurch vermieden.

Weblinks