Netzwerkperformance mit alten Macs und Linux: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Helios_LANTest.png|thumb|right|AFP-Performance nach dem Abschalten von Windowscaling - immerhin knapp 1,6MBytes/s beim Schreiben statt nur knapp 11KBytes/s vorher.]]
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[[Datei:Helios_LANTest.png|thumb|right|AFP-Performance nach dem Abschalten von Window Scaling - immerhin knapp 1,6MBytes/s beim Schreiben statt nur knapp 11KBytes/s vorher.]]
 
Bei '''älteren Macs''' ist feststellbar, dass ab einer bestimmten '''Linux'''-Kernelversion die Schreibgeschwindigkeit von TCP-Verbindungen (z. B. AFP oder FTP) im unteren zweistelligen Kilobyte/s-Bereich liegt.
 
Bei '''älteren Macs''' ist feststellbar, dass ab einer bestimmten '''Linux'''-Kernelversion die Schreibgeschwindigkeit von TCP-Verbindungen (z. B. AFP oder FTP) im unteren zweistelligen Kilobyte/s-Bereich liegt.
  
Test haben gezeigt, dass MacTCP als auch OpenTransport bis einschliesslich Version 1.2 mit [https://de.wikipedia.org/wiki/TCP_Receive_Window#TCP_Window_Scale_Option TCP Windowscaling] nicht zurechtkommen. Testumgebung war ein PowerMac 7500 mit 400 MHz MPC750 (G3)-CPU, einer auf einem DEC-Chipsatz basierenden 100MBit/s Netzwerkkarte von Kingston unter MacOS 7.6.1.
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Test haben gezeigt, dass MacTCP als auch OpenTransport bis einschliesslich Version 1.2 mit [https://de.wikipedia.org/wiki/TCP_Receive_Window#TCP_Window_Scale_Option TCP Window Scaling] nicht zurechtkommen. Testumgebung war ein PowerMac 7500 mit 400 MHz MPC750 (G3)-CPU, einer auf einem DEC-Chipsatz basierenden 100MBit/s Netzwerkkarte von Kingston unter MacOS 7.6.1.
  
Leider gibt es keine (bekannte) Möglichkeit, Windowscaling unter Linux einzelfallbezogen zu deaktivieren. Global geht dies mit:
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<strike>Leider gibt es keine (bekannte) Möglichkeit, Window Scaling unter Linux einzelfallbezogen zu deaktivieren.</strike> Global kann Window Scaling deaktiviert werden mit:
 
  echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_window_scaling
 
  echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_window_scaling
 
bzw.
 
bzw.
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Transfers zu anderen Maschinen dürften je nach Übertragungsmedium nun auch langsamer werden.
 
Transfers zu anderen Maschinen dürften je nach Übertragungsmedium nun auch langsamer werden.
  
== Alternativen zum globalen Abschalten ==
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Eleganter wäre eine Lösung mit ''iptables'', um adressbezogen Window Scaling zu deaktivieren.
Als Alternative zum harten Abschalten des Windowscaling besteht die Möglichkeit, durch Zwischenschalten z.&thinsp;B. einer [[Cisco PIX Konfigurationsbeispiele|Cisco PIX]] oder ASA den Paketfluss zu modifizieren (Konfigurationsausschnitt):
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Match: --tcp-option wscale
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Target: --strip-options wscale
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Genaueres folgt nach Test.
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== Alternativen ==
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Als Alternative zum harten Abschalten des Window Scaling besteht die Möglichkeit, durch Zwischenschalten z.&thinsp;B. einer [[Cisco PIX Konfigurationsbeispiele|Cisco PIX]] oder ASA den Paketfluss zu modifizieren (Konfigurationsausschnitt):
 
  class-map match-any
 
  class-map match-any
 
   match any
 
   match any
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* Lässt kein AppleTalk durch (auch nicht im Transparentmodus).
 
* Lässt kein AppleTalk durch (auch nicht im Transparentmodus).
  
Eine andere Möglichkeit wäre durch eine virtuelle Maschine mit wie oben gezeigt, global abgeschaltetem Windowscaling gegeben. Über den ''xinetd'' lassen sich Proxydienste auf IP Layer-4-Ebene abbilden. Ausschnitt aus einer Beispielkonfiguration ''/etc/xinetd.d/afp-proxy'':
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Eine andere Möglichkeit wäre durch eine virtuelle Maschine mit wie oben gezeigt, global abgeschaltetem Window Scaling gegeben. Über den ''xinetd'' lassen sich Proxydienste auf IP Layer-4-Ebene abbilden. Ausschnitt aus einer Beispielkonfiguration ''/etc/xinetd.d/afp-proxy'':
 
  service afp-proxy
 
  service afp-proxy
 
  {
 
  {

Aktuelle Version vom 13. Dezember 2019, 00:12 Uhr

AFP-Performance nach dem Abschalten von Window Scaling - immerhin knapp 1,6MBytes/s beim Schreiben statt nur knapp 11KBytes/s vorher.

Bei älteren Macs ist feststellbar, dass ab einer bestimmten Linux-Kernelversion die Schreibgeschwindigkeit von TCP-Verbindungen (z. B. AFP oder FTP) im unteren zweistelligen Kilobyte/s-Bereich liegt.

Test haben gezeigt, dass MacTCP als auch OpenTransport bis einschliesslich Version 1.2 mit TCP Window Scaling nicht zurechtkommen. Testumgebung war ein PowerMac 7500 mit 400 MHz MPC750 (G3)-CPU, einer auf einem DEC-Chipsatz basierenden 100MBit/s Netzwerkkarte von Kingston unter MacOS 7.6.1.

Leider gibt es keine (bekannte) Möglichkeit, Window Scaling unter Linux einzelfallbezogen zu deaktivieren. Global kann Window Scaling deaktiviert werden mit:

echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_window_scaling

bzw.

sysctl -w net.ipv4.tcp_window_scaling = 0

Neustartfest wird der Parameter durch einen entsprechenden Eintrag in /etc/sysctl.conf:

net.ipv4.tcp_window_scaling = 0

Transfers zu anderen Maschinen dürften je nach Übertragungsmedium nun auch langsamer werden.

Eleganter wäre eine Lösung mit iptables, um adressbezogen Window Scaling zu deaktivieren.

Match: --tcp-option wscale
Target: --strip-options wscale

Genaueres folgt nach Test.

Alternativen

Als Alternative zum harten Abschalten des Window Scaling besteht die Möglichkeit, durch Zwischenschalten z. B. einer Cisco PIX oder ASA den Paketfluss zu modifizieren (Konfigurationsausschnitt):

class-map match-any
 match any
!
tcp-map preset_tcp_map
 tcp-options window-scale clear
!
policy-map global_policy
 class match-any
  set connection advanced-options preset_tcp_map

Nachteile dieser Lösung:

  • zusätzlicher Stromverbrauch,
  • Lässt kein AppleTalk durch (auch nicht im Transparentmodus).

Eine andere Möglichkeit wäre durch eine virtuelle Maschine mit wie oben gezeigt, global abgeschaltetem Window Scaling gegeben. Über den xinetd lassen sich Proxydienste auf IP Layer-4-Ebene abbilden. Ausschnitt aus einer Beispielkonfiguration /etc/xinetd.d/afp-proxy:

service afp-proxy
{
       id = afp-proxy
       type = UNLISTED
       disable = no
       wait = no
       protocol = tcp
       user = root
       group = nogroup
       log_type = syslog daemon info
       port = 548
       redirect = 192.168.0.1 548
}

Sprich, eine TCP-Verbindung wird nicht zum eigentlichen AFP-Server auf der 192.168.0.1 aufgebaut, sondern auf zur VM, auf der der xinetd läuft. Diese erzeugt dann eine neue TCP-Verbindung zum eigentlichen AFP-Server.

Nachteile dieser Lösung:

  • Lästig, weil der AFP-Server via AppleTalk unter anderem Namen angesprochen werden muss als per TCP.

Weblinks