Benutzer:PoC/Ursachen von Brummstörungen in Röhrenverstärkern

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Die folgende Tabelle soll die neben extern existierenden Quellen von Brummstörungen in NF-Verstärkern auf Röhrenbasis die durch die Röhrenkonstruktion bedingten Brummstörungen aufzeigen.

Typ Ursache Diagnose Abhilfe
Statischer Gitterbrumm Kopplung von Heiz- und Gitterkreis durch Cfg1 Verschwindet bei Kurzschluss von Rg1 Entbrummpotentiometer,
Gleichstromheizung
Statischer Anodenbrumm Kopplung von Heiz- und Anodenkreis durch Cfa Sperren des Gitters durch hohe negative Vorspannung isoliert diesen Anteil Entbrummpotentiometer,
Gleichstromheizung
Isolationsbrumm f-k[1] Kopplung von Heiz- und Kathodenkreis durch Cfk Verschwindet bei Kurzschluss von Rk Anlegen einer Spannung von 30…80 V zwischen f und k,
Gleichstromheizung
Induktionsbrumm Magnetische Kopplung über Sockelkontakte[2] Verschwindet bei Gleichstromheizung Gleichstromheizung
Magnetischer Brumm[3] Änderung der Elektronenbahnen durch den Durchgriff des Heizfadenmagnetfelds durch das Kathodenröhrchen[4] Verschwindet bei Gleichstromheizung Gleichstromheizung
Brumm durch Heizungsenden-Elektronenaustritt[5] Mangelhaft isolierte Enden der Heizung emittieren Elektronen, die von k und g1 aufgenommen werden Nicht durch gebrückten Rk zu unterdrücken Anlegen einer Spannung von ca. 20 V zwischen f und k,
Gleichstromheizung
Brumm durch elektrostatische Steuerung Elektrisches Feld der Heizungsenden beeinflusst den Elektronenweg im System Verschwindet bei Gleichstromheizung Entbrummpotentiometer,
Gleichstromheizung

Das Entbrummpotentiometer ist mit dem Schleifer mit Masse verbunden und die Endpunkte mit den beiden Polen des Heizkreises. Dadurch wird eine gewisse Symmetrierung der Heizspannung gegenüber Masse erreicht und kann durch Feinjustierung die Brummstörungen auf ein Minimum reduzieren, da nicht alle oben erwähnten Brummstörungen exakt symmetrisch gegenüber dem Heizkreis auftreten.

Fußnoten

  1. Dies ist die meist dominierende Störquelle.
  2. Bei den heutzutage üblichen geringen Verbindungslängen eher vernachlässigbar.
  3. Erkennbar durch in der Regel doppelte Frequenz der Heizfrequenz.
  4. Regelröhren zeigen diese Art Brumm eher als konventionelle Röhren.
  5. Erkennbar durch in der Regel halbe Frequenz der Heizfrequenz mit reichlich Oberwellen.

Literatur

  • J. Schubert: Das Brummen indirekt geheizter Verstärkerröhren. In: Horst Rothe (Hrsg.): Elektronenröhren-Physik in Einzelberichten. Franzis-Verlag, München 1953.